Anfang Dezember besuchten eine Gruppe von Erstsemesterstudierenden das Atelier von Elisabeth Kihlström, um ihre Arbeit kennenzulernen. Kihlström lebt in Wien und arbeitet medienübergreifend – unter anderem mit Textil, Skulptur, Performance, Fotografie und Installation. Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Weben, das sie nutzt, um skulpturale Objekte und Installationen zu schaffen. Kihlström webt ihre Stücke von Hand und verwendet dabei Materialien wie Rosshaar und Silber. Ihre Praxis besteht oft darin, mit und gegen die spezifischen Eigenschaften dieser Materialien zu arbeiten, wobei Kontraste zwischen Anspannung und Loslassen, Spannung und Flexibilität, Kontrolle und Unvorhersehbarkeit entstehen. In CARAPACE etwa webt Kihlström Rosshaar zu einer Wölbung, die an einen überstreckten menschlichen Rücken erinnert, ergänzt durch Metallelemente, die sowohl an Pferdegeschirr als auch an Fleischerhaken denken lassen. Ihre künstlerische Praxis geht über die Materialerforschung hinaus und untersucht, wie architektonische, soziale und mentale Räume des modernen (queeren) Subjekts konstruiert werden.
Organisiert von Ebba Fransén Waldhör.